Kanye West, Drake, Justin Bieber und Gwyneth Paltrow haben es bereits getan und wir fragen uns nur noch: Welcher Star eröffnet wohl den nächsten Pop Up-Store? Und woher kommt eigentlich die Pop Up-Begeisterung der Musiker und Schauspieler? Während unseren Überlegungen haben sich 4 Gründe herauskristallisiert, aus denen wir wohl auch in Zukunft noch den ein oder anderen Pop Up-Store mit Starqualität sehen werde. Wir wollen euch diese Gründe natürlich nicht vorenthalten, also los gehts!

Warum eigentlich gerade Pop Up-Stores?

Eines haben alle Pop Up-Stores der Stars gemeinsam: Selbstdarstellung wird groß geschrieben! Natürlich geht es darum sich selbst in Szene zu setzen. Reichen dafür nicht Konzerte und Shows auf denen die Stars ohnehin regelmäßig auftreten? Theoretisch schon, aber viele Shows sind für die Fans nicht zugänglich und Konzerte sind in den meisten Fällen extrem teuer. Pop Up-Stores hingegen bieten den Fans die Möglichkeit kostenlos und unverbindlich mit dem jeweiligen Star (bzw. seinen Merchandise-Produkten) in Berührung zu kommen. Für die meisten Fans ist, dass das absolut Größte und für die Prominenten ist es die perfekte Bühne zur Promotion und Selbstdarstellung. Dadurch, dass sie ihre Produkte in einen “normalen” Shop bringen, steigen sie sozusagen zu den Fans herab und zeigen, dass sie nicht nur im Fernsehen zu sehen oder im Radio zu hören sind. Zusätzlich schaffen sie es durch die zeitliche Begrenzung ihrer Stores den Hype noch weiter zu steigern. Würden die Stars einen dauerhaften Store eröffnen, wäre die Aufregung um diesen Store wohl nach wenigen Tagen versiegt. Dadurch, dass sie in mehreren Städten immer nur für wenige Tage auftauchen, schaffen sie es viele Fans zu erreichen und in jeder Stadt die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

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Und hier haben wir noch vier konkrete Gründe, aus denen die Stars die Pforten ihrer Pop Up-Stores öffnen:

1. Das neue Album

Die neue Platte ist da! Trotz vieler Jahre Musikkarriere ist das neue Album für jeden Musiker noch immer ein Highlight. Und warum dieses tolle Erlebnis nicht direkt mit den Fans teilen und gleichzeitig ordentlich Promo machen? Genau das hat sich scheinbar auch Rapper und RnB-Musiker Drake gedacht. Vor dem Release seines Albums “Views” am 29. April, eröffnete der Super-Star jeweils einen Tag lang Pop Up-Stores in New York, Los Angeles, Miami und Toronto in denen seine Fans Merchandise des neuen Albums ergattern konnten. Ein Riesenerfolg! Und das obwohl alle Produkte lediglich mit dem Schriftzug “Views” gebrandet waren. Neben den Merchandising-Verkäufen schaffte es der Musiker mithilfe der zahlreichen Pop Up-Stores die Vorfreude seiner Fans auf das Album ins Unermessliche zu steigern. Und wer hätte es erwartet? Das Album schoss auf die Nummer Eins der amerikanischen Billboard Charts.

2. Die eigene Modelinie

Auch modisch können die meisten Stars überzeugen und das zeigen sie auch. Viele Musiker sind inzwischen auch als Designer tätig und feiern so auch abseits der Musik große Erfolge. So nutzen die Stars ähnlich wie Brands Pop Up-Stores zur Promotion der eigenen Modelinie. Perfektes Beispiel dafür ist Produzent und Rap-Superstar Kanye West. Die auf sein aktuelles Album abgestimmte Modereihe “The Life of Pablo” konnten die Fans zunächst in einem Pop Up-Store in New York begutachten und kaufen. Anschließend folgten weitere Pop Ups in Los Angeles und Paris. Schon vor der Eröffnung bildeten sich lange Schlangen vor den einzelnen Stores und die Produkte waren schneller ausverkauft als man sehen konnte. Mithilfe der Promotion durch die Pop Ups und die damit verbundenen Presseveröffentlichung erreichte die “The Life of Pablo”-Kollektion des Musikers rasant große Bekanntheit und wurde auch Online zahlreich verkauft. Bis Ende Juli sind auch die Modekreationen von Sängerin Rihanna im Pop Up-Store in Paris zu entdecken. Hier präsentiert sie ihre Designs für Labels wie Dior, Manolo Blanhik und Stance Socks. Aber auch die Merchandise-Produkte zu ihrer ANTI-Tour können im Pop Up-Store geshoppt werden.

3. Auf der Suche nach dem Fankontakt

Ebenfalls Parallelen zum Pop Up-Store eines normalen Unternehmens weist unser dritter Grund auf. Ist es im normalen Einzelhandel der Kundenkontakt der gesucht wird, ist es bei den Stars der Kontakt zu den Fans. Natürlich sind die Fans nicht in jedem Fall und zu jedem Zeitpunkt die besten Freunde der Stars, doch für einige der bekannten Persönlichkeiten, ist es wichtig eine direkte Bindung zu ihren Fans zu haben. Und hier lässt sich neben der großen Gwyneth Paltrow, die im letzten Jahr höchstpersönlich im Pop Up-Store ihres Labels Goop verkaufte, auch eine deutsche Youtuberin nennen. Nilam Farooq, besser bekannt als Daaruum, zeigte sich 2014 in einem eigenen Pop Up-Store ihren Fans, verkaufte Merchandise mit ihrem Namen und kam mit den Besuchern ihres Stores ins Gespräch. Für die Fans ein Highlight, dass sie so schnell nicht vergessen werden, aber auch für viele der Stars ist es etwas ganz Besonderes ihre Follower mal live zu treffen und nicht nur über Social Media mit ihnen connected zu sein.

4. Der große Hype

Ein Post über Facebook, Twitter oder Instagram und die Fangemeinde spielt verrückt – das große Idol kündigt einen Pop Up-Store an. Ein Mittel, mit dem Stars wie Justin Bieber und Co. es schaffen ohne großen Aufwand Millionen von Fans zu begeistern und ohne Probleme positive Publicity zu bekommen. Oft sind die Stars in dem späteren Pop Up-Store gar nicht selbst vor Ort, trotzdem ist es für die meisten Fans ein ganz besonderes Ereignis den Pop Up-Store ihres Vorbildes zu besuchen. Eine einfache Gleichung für die Stars: Wenig Aufwand, überschaubare Kosten und Fans die sich vor Begeisterung kaum noch beruhigen können. Für uns definitiv ein Grund auf das Konzept Pop Up-Store zu setzen!


Eine geniale Idee der Stars, die die Fans zurecht feiern! Und vielleicht gesellen sich zu den Pop Ups der US-Stars in Zukunft ja neben Youtuberin Daaruum auch noch einige der deutschen Promis. Wie wäre es denn mit Joko Winterscheidt, Matthias Schweighöfer, Jerome Boateng oder Claudia Schiffer? Wir freuen uns jedenfalls auf viele weitere ausgefallene Ideen und drücken die Daumen, dass der nächste Pop Up-Store von Kanye West, Drake und Co. auch den Weg in den deutschsprachigen Raum findet.