Los ging’s mit Pop Up-Stores. Erst in der amerikanischen Modebranche, dann auch in Deutschland. Jetzt zieht die Gastronomie nach: Die Food-Metropolen Hamburg, Köln, Berlin und München sind voll von Pop Up-Restaurants, -Bars und -Cafés. Auch Showrooms sind ein aktueller, spannender Trend. Welche Vorteile die innovativen Konzepte liefern, haben wir einmal in diesem Blogeintrag für euch zusammengefasst.

Gastronomie schafft neue Standards

Momentan poppt ein Lokal nach dem nächsten auf und verschwindet auch genauso schnell wieder. Immer mehr Gastronomen setzen auf temporäre Restaurants und Bars. Sogar Player abseits der klassischen Gastronomie werden nun auf die temporären Food-Konzepte aufmerksam.
Diese laden zwischen einem Tag und mehreren Monaten zum verweilen und genießen ein. Dann wechseln sie ihren Standort, begeben sich in einen anderen Bezirk oder eine ganz neue Stadt. Doch was ist der Grund für den ansteigenden Erfolg? Welche Vorteile bieten sie für Kunden und Veranstalter?

Originalität und Begrenzbarkeit ermöglichen hohe Exklusivität

Die Kurzzeit-Restaurants locken auffällig oft mit Fusionsküche, also untypischen Speisekombinationen. So trifft Sushi auf Burritos und Burger auf Kebabfleisch. Neben dem Außergewöhnlichem findet sich auch häufig Fremdes auf der Speisekarte wieder. Das LADEN EIN bietet momentan Seafood aus den Gewässern Alaskas an. Solche Exoten reizen die Kunden, denn Essengehen ist zu einer Selbstverständlichkeit – fast schon Alltäglichkeit – geworden. Die Leute sehnen sich nach Abwechslung und Überraschung, welche ihnen in Pop Up-Restaurants durch außergewöhnliche Konzepte geboten wird. Ein weiterer Reiz entsteht durch die kurzzeitige Verfügbarkeit. Es steigt der Druck das Lokal in der kurzen Dauer, die es nur besteht, zu besuchen und somit auch die Angst, dieses zu verpassen. Dieses Potential hat das LADEN EIN in Köln entdeckt und bedient sich daher eines Restaurant-Sharing-Konzepts. Alle zwei Wochen stellt dort ein neues Pop Up-Restaurant seine Kochkünste vor. Alles wechselt: das Menü, die Köche, Kellner und das Ambiente. Einzig und allein die Location bleibt die gleiche. Natürlich könnt auch ihr hier eure Konzepte präsentieren.

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Pop Up statt Langzeitmiete

Bestehende Restaurants haben den Vorteil, sich eine Stammkundschaft aufbauen zu können. Dies braucht allerdings seine Zeit. Besonders junge Lokale schaffen es oft nicht sich lange über Wasser zu halten. Sie sprechen zu wenig potentielle Kunden an und schaffen es nicht sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Pop Up-Restaurants hingegen leben von Neukunden. Durch die wechselnden Standorte erzielen sie innerhalb kürzester Zeit eine große Reichweite und somit in der Regel auch höhere Umsätze. Zusätzlich erzeugen sie eine gewisse Spannung rund um ihr Konzept und die zeitliche Begrenzung. So schaffen sie es schnell ein Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln und sich von traditionellen Restaurants abzusetzen.

Pop Up-Restaurants erobern neue Sphären

Auch immer mehr Unternehmen, die nicht aus dem Food-Bereich stammen, werden auf die temporären Restaurants aufmerksam. Essen ist ein Thema mit dem sich unkompliziert zahlreiche Menschen erreichen lassen. Und da muss es nicht immer das traditionelle Restaurant-Konzept sein. Der Möbelgigant IKEA ist hier ein hervorragendes Beispiel. In Paris eröffnete das schwedische Unternehmen ein Pop Up-Restaurant, in dem Hobbyköche am Herd standen und den Gästen, unter der Regie einiger Profiköche, das Essen servieren durften. Ein kluger Marketingschachzug, denn durch die Kombination des allseits bekannten Namens IKEA mit einem Restaurant-Konzept ließ sich schnell eine große Aufmerksamkeit generieren.

Doch auch kleine Labels können die temporären Food-Konzepte nutzen, um ihre Produkte zu präsentieren. Natürlich wäre dies auch in einem traditionellen Store möglich, allerdings bieten Pop Up-Restaurants weit spannendere Vorteile. So können die Kunden in das Restaurant kommen, sich mit ihren Freunden unterhalten, etwas leckeres essen und nebenbei, spielerisch die im Pop Up positionierten Produkte entdecken. Ein hybrides Konzept sozusagen, bei dem ein Store durch ein Gastronomie-Konzept ergänzt wird. So lassen sich schnell und effektiv neue Zielgruppen erschließen und Produkte wirkungsvoll in Szene setzen.

Showrooms als Weiterführung des Downsizings der großen Handelsketten

Eine weitere Tendenz, die sich zeigt, ist die Eröffnung von Showrooms. Viele Brands setzen zurzeit auf die Shops, in denen es garnichts zu kaufen gibt. Vielmehr bieten sie eine Möglichkeit, die gesichteten Produkte aus dem Online-Store an zu fassen und zu erleben. Um diesen Trend zu erklären, ist es allerdings notwendig zuvor das Downsizing der großen Handelsketten zu thematisieren.      

Media Markt, Saturn und Ikea – sie alle experimentieren mit Mini-Läden. Diese sollen keinen Ersatz für bisherige, riesige Stores darstellen, aber einen kleinen Zusatz, der den sinkenden Flächenumsätzen entgegenwirkt. Die kleinen Geschäfte gelten als Bestell- sowie Abholcenter und lassen so den stationären und den Online-Handel miteinander verschmelzen. Daher wird der Erfolg der Stores auch nicht mehr in Umsatz gerechnet. Vielmehr zählt das Erlebnis, das pro Quadratmeter genossen wird. Denn die Kunden streben danach ihre Sensationslust zu stillen. Und kleinere Stores lassen sich nun einmal viel intensiver erleben. Besonders beliebt ist hierbei der Einsatz von Medien und die Interaktion mit den Produkten.

Die Standorte verlagern sich immer weiter in den Stadtkern hinein, um auch die Aufmerksamkeit der Laufkundschaft auf sich zu ziehen. Bislang findet sich der Großteil der Stores nämlich außerhalb der Stadt und ist daher nur mit dem Auto zu erreichen. Es kommt also eine völlig neue Kundengruppe hinzu.

Der offline Shop ohne direkten Umsatz

Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch Pop Up-Showrooms. Zahlreiche Brands nutzen sie zurzeit als Marketinginstrument, um neue Produkte einzuführen und Promotion zu betreiben. Dabei ist es völlig gleich, ob die Marke noch als unbekannt oder schon als erfolgreich gilt. Für beide Seiten bieten Pop Up-Showrooms die Möglichkeit sich ungezwungen der Öffentlichkeit zu präsentieren und in den direkten Kundenkontakt zu treten.

Junge Marken erlangen durch Showrooms die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Denn in diesem Rahmen lassen sich die Markenprodukte mit einem spannenden Erlebnis verknüpfen. Je innovativer, außergewöhnlicher und individueller der Showroom gestaltet ist, desto mehr gewinnt die Marke an Bekanntheit und hebt sich von ihrer Konkurrenz ab.

Erfolgreiche Marken hingegen setzen Showrooms ein, um Gesicht zu zeigen. Sie treten in den direkten Kontakt mit ihren Kunden und bieten einen Einblick in die sonst so undurchsichtige Markenwelt. Ziel ist es in der Regel bei den Kunden eine Verbundenheit mit der Marke zu schaffen.

Ein deutlicher Vorteil gegenüber Stores zeigt sich vor allem im fehlenden Druck der Kaufentscheidung. Denn im Showroom wird nichts verkauft – wenn dann bloß indirekt. Gelegentlich bietet sich die Möglichkeit die getesteten Produkte per Tablets im Online-Store zu bestellen. Geliefert wird dann entweder nach Hause oder in den Store. Auf diese Weise steht nicht der Kauf, sondern das Erlebnis im Vordergrund.

Das waren sie: die Trends, die die Pop Up-Welt aktuell bewegen. Wir sind gespannt, welche Marken als nächstes ihr Showroom-Konzept umsetzen und freuen uns auf neue Pop Up-Restaurants mit kulinarischen Köstlichkeiten. Auf der Suche nach Locations, in denen du deine Ideen verwirklichen kannst, unterstützen wir dich gerne jederzeit. Auch bei anderen Fragen rund um das Thema Pop Up-Stores steht dir unser Team immer telefonisch und per Mail zur Verfügung.